Handlungsleitfäden
Handlungsleitfäden
Ein Handlungsleitfaden ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Ernstfall: Was ist zu tun, wenn ein Kind vermisst wird, ein Unfall passiert oder der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung besteht? Du legst ihn vor der Freizeit an, damit im Ernstfall nicht erst überlegt werden muss. Eingesetzt wird er im Krisenmanagement und bei der Eskalation einer Beschwerde aus dem Beschwerde-Eingang.
Wo du die Handlungsleitfäden findest
Auf dem Dashboard liegt im Bereich Sicherheit die Kachel „Handlungsleitfäden". Sie erscheint für jeden Betreuer, ohne Paket und ohne Rolle. Die Seite hat zwei Reiter: „Unsere Leitfäden" zeigt die Leitfäden deiner Organisation, „Standard-Vorlagen" fertige Leitfäden zum Übernehmen.
Unter „Unsere Leitfäden" kannst du mit „Nach Typ filtern" die Liste auf einen Typ einschränken: Kindeswohlgefährdung, Kind vermisst / nicht zum Treffpunkt erschienen, Unfall, Alkohol- und Drogenmissbrauch oder Sonstige Krise. Jede Karte zeigt Typ, Name, Beschreibung und die Zahl der Schritte; ein Leitfaden, der nicht aktiv ist, trägt die Marke „Inaktiv". Mit „Anzeigen" öffnest du ihn und siehst alle Schritte der Reihe nach.
Wer Leitfäden lesen darf
Jeder Betreuer deiner Organisation kann die Leitfäden seiner Organisation lesen — Leitfäden anderer Organisationen sind nicht sichtbar.
Wer Leitfäden anlegen darf
Wer darf das: Administratoren und Inhaber der Organisation
- Tippe auf „Neuer Handlungsleitfaden".
- Trage unter „Grundinformationen" den Namen, den Typ und eine Beschreibung ein und lege fest, ob der Leitfaden „Aktiv" ist.
- Füge die Schritte hinzu: Mit „Schritt hinzufügen" kommt ein weiterer dazu. Jeder Schritt hat eine Position („Pos."), einen Schrittnamen, die Anweisungen und optional eine „Erforderliche Rolle" (ohne Auswahl: „Alle Rollen").
- Setze bei Bedarf die Marken „Dokumentation erforderlich" und „Eskalationsauslöser" und tippe auf „Leitfaden anlegen".
Ein Schritt mit dem Eskalationsauslöser hat im Krisenmanagement eine Folge: Wird er abgeschlossen, wird der Krisenvorgang eskaliert. Rollen vergibst du, wie auf der Seite Prävention & Rollen beschrieben.
Wer Leitfäden bearbeiten und löschen darf
Wer darf das: Administratoren und Inhaber der Organisation sowie die Person, die den Leitfaden angelegt hat
Die Knöpfe „Bearbeiten" und „Löschen" zeigt die Oberfläche nur Administratoren und Inhabern; das Löschen fragt vorher „Leitfaden wirklich löschen?". Beim Bearbeiten speicherst du mit „Änderungen speichern". Ein inaktiver Leitfaden steht bei der Eskalation einer Beschwerde nicht zur Auswahl — aktiviere den Leitfaden also, sobald er fertig ist.
Standard-Vorlagen übernehmen
Wer darf das: Administratoren und Inhaber der Organisation
Im Reiter „Standard-Vorlagen" liegen fertige Leitfäden zum Übernehmen, mit Fassung, „Gültig ab" und Quelle. Lies die Vorlage mit „Anzeigen" und tippe dann auf „Übernehmen". Die Vorlage wird als eigener, aktiver Leitfaden in deine Organisation kopiert; danach gehört er dir und du bearbeitest ihn wie jeden anderen. Pro Vorlage gibt es in deiner Organisation nur ein Exemplar — danach steht dort „Bereits übernommen" mit einem Link „Zum eigenen Leitfaden".
Zwei Dinge sind nach dem Übernehmen zu tun. Erstens: Die Vorlage enthält Leerstellen in spitzen Klammern, zum Beispiel für die externe Ombuds- oder Fachberatungsstelle; trage dort die echten Namen, Nummern und Zuständigkeiten deiner Organisation ein. Zweitens: Die Schritte kommen ohne Rolle — weise sie selbst zu.
Ändert sich die Vorlage später, wird dein Leitfaden nie verändert. Stattdessen zeigt er den Hinweis „Es gibt eine neuere Fassung der Standard-Vorlage". Wer die neue Fassung will, übernimmt sie erneut und bekommt ein zweites, getrenntes Exemplar neben dem alten. Eine abgelöste Fassung bleibt lesbar, lässt sich aber nicht mehr übernehmen.